Eco Zero Waste

7 Dinge, die ich nicht mehr kaufe

Seit ich mit einem nachhaltigen Lebensstil beschäftige, habe ich so einige Gewohnheiten geändert. Ich ernähre mich vegan, kaufe kein Fast Fashion mehr, achte mehr auf regionales und saisonales Obst und Gemüse und versuche, weniger Plastik zu kaufen. Perfekt bin ich noch lange nicht, geschweige denn werde ich es je sein. Nachhaltig leben ist nicht immer einfach, und oft steht man vor Konflikten: Bio-Gemüse in Plastik verpackt oder unverpackt, dafür aus konventionellem Anbau? Aber bei manchen Dingen ist es einfacher, als es scheint. Deshalb zeige ich dir heute 7 Dinge, die ich nicht mehr kaufe.

Shampoo und Duschgel

Nein, keine Angst, ich dusche nach wie vor. Nur benutze ich kein herkömmliches Shampoo und Duschgel mehr, da dies in Plastikflaschen daherkommt. Stattdessen verwende ich seit zwei Jahren festes Shampoo und Seife und komme damit super zurecht. Die beiden Dinge nehmen viel weniger Platz ein und sind auch super praktisch für unterwegs. Als Conditioner benutze ich gerne eine Saure Rinse, das ist Apfelessig mit Wasser vermischt. Das gebe ich nach der Haarwäsche über die Haare und spüle es nicht mehr aus. Der Geruch verfliegt super schnell und meine Haare sind danach super weich!

Abschminkpads

Früher habe ich jeden Monat bei dm diese Watterondellen aus Baumwolle zum Abschminken gekauft. Da ging so viel Müll drauf! Das ist einfach nur super unnötig, vor allem wenn man bedenkt, dass Baumwolle oft in Monokulturen angebaut werden. Ausserdem verbraucht ein Kilo Baumwolle bis zu 11’000 Liter Wasser in der Herstellung! Meine jetzigen Pads wasche ich nach dem Abschminken einfach kurz mit Wasser und Seife aus und schmeisse sie danach bei 40-60 Grad in die Waschmaschine.

Tampons & Binden

Wusstest du, dass Frauen* in ihrem fruchtbaren Leben zwischen 10’000 und 17’000 Tampons und Binden benutzen? Das ist nicht nur super viel Müll, sondern auch eine echte Stange Geld! Ein Tampon kostet runtergerechnet 0,12 Euro. Nehmen wir einen Mittelwelt von 15’000 Tampons pro Lebensdauer kommen wir auf 1’800 Euro. Mir fallen da viele Dinge ein, für die ich dieses Geld lieber ausgeben würde.

Es gibt verschiedene nachhaltige Alternativen für die Monatshygiene, zB Menstruationstassen, Period Panties oder Schwämmchen. Ich habe zu dem Thema bereits einen Beitrag geschrieben, du kannst ihn hier lesen.

Küchenpapier

Bei Küchenpapier ist es so, dass ich mir lange überlegt habe, ob ich mir eine wiederverwendbare Alternative aus Stoff kaufen soll. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es schlicht nicht brauche. Ich habe irgendwann aufgehört, es zu kaufen und es seither nie wirklich vermisst. It’s as simple as that 🙂

Plastikzahnbürste und Zahnpasta

Ich habe seit über zwei Jahren keine Zahnbürste mehr aus Plastik gekauft, sondern benutze welche aus Bambus. Bambus ist ein natürlicher Rohstoff, wächst sehr schnell nach und ist biologisch abbaubar. Am Anfang ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, ich kann es mir inzwischen aber gar nicht mehr vorstellen, mir mit einer Plastikzahnbürste die Zähne zu putzen.

Anstelle von herkömmlicher Zahnpasta, die in der Plastiktube verpackt ist, benutze ich Zahnputztabletten. Einfach auf die Tablette draufbeissen, mit Speichel mischen und zerkauen. Danach wie gewohnt die Zähne putzen. Funktioniert einwandfrei und schäumt auch 🙂

Wattestäbchen

Ok, ganz stimmt das nicht. Aber ich kaufe fast keine Wattestäbchen mehr, denn ich benutze sie nur noch sehr selten. Um meine Ohren zu putzen habe ich einen tollen Ohrenreiniger aus Edelstahl. Damit säuberst du dir wie gewohnt die Ohren und reinigst ihn danach einfach mit etwas Wasser. Ich war echt überrascht, wie praktisch dieses kleine Ding ist! Ich habe meinen aus dem Unverpacktladen in Heidelberg, ich verlinke dir hier einen ähnlichen. Wattestäbchen benutze ich nur noch für kleine Fehler beim Schminken, da kaufe ich die von Hydrophil. Die kommen mit Bio-Baumwolle und Bambus in der Mitte und sind biologisch abbaubar. Sie sind unter anderem hier erhältlich.

Frischhaltefolie

Frischhaltefolie ist eigentlich eine Erfindung, die kein Mensch braucht. In den allermeisten Fällen kann man Schüsseln und andere Gefässe mit einem Teller abdecken. Ansonsten gibt es noch die guten altern Tupperdosen (bevorzugt aus Edelstahl), die man wieder und wieder verwenden kann. Wenns wirklich gar nicht anders geht, gibt es Bienenwachstücher (auch in vegan erhältlich). Mit denen kann man super offene Gefässe abdecken und sie sind wiederverwendbar. Ich verlinke euch hier welche und hier noch ein vegane Version.

Konventionelle Kosmetik

Die Haut ist das grösste Organ unseres Körpers. Sie schützt uns und wir atmen durch sie. Als Filter agierend scheidet sie Gifte aus unserem Körper aus und stellt sicher, dass wir keine belastenden Stoffe aufnehmen. Konventionelle Kosmetik enthält viele eklige Inhaltsstoffe, von Parabenen über Silikone bis zu Parafin (Erdöl)! Diese Stoffe können echt gefährlich für die Gesundheit sein, manche von ihnen sind krebserregend und ich möchte sie nicht nur durch meine Haut aufnehmen. Deshalb kommt mir nur noch Naturkosmetik ins Haus. Keine Tierversuche, keine chemischen Inhaltsstoffe und teils sogar nachhaltige Verpackungen.

Naturkosmetik Überblick Marken

Meine persönliche Umstellung auf Naturkosmetik kam mit der Zeit automatisch, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. Ich habe so gut wie alle Produkte in meinem Bad mit Codecheck gescannt und musste teilweise schockiert feststellen, was in meinen Cremes und Make Ups so alles drin war. Diese Produkte habe ich natürlich trotzdem aufgebraucht (und tue es teils immer noch), da es alles andere als nachhaltig wäre, sie in die Tonne zu schmeissen.

Meine Haut und meine Haare hatten mit der Umstellung keine Probleme. Natürlich dauert es immer ein bisschen, bis sich der Körper an ein Produkt gewöhnt und nicht jeder Kosmetikartikel passt zu jedem Haut- und Haartyp. Also unbedingt Geduld haben und verschiedene Produkte testen.

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